Holzbearbeitung und Holzhandel

Sägewerk

Ein Sägewerk mit langer Tradition

Das Sägewerk Hirschbach kann mit Stolz auf eine lange Familientradition zurückblicken und wird inzwischen schon in der 4.Generation der Familie Hirschbach erfolgreich geführt. Auch der Holzhandel gewinnt eine immer größere Bedeutung.

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Holzarten und Produktangebot Sägewerk Hirschbach

Das moderne Sägewerk der Familie Hirschbach in Sulzbach-Laufen bedient in erster Linie die Großindustrie. Hierzu zählen insbesondere die Fertighausindustrie, der Holzrahmenbau, die Verpackungsindustrie, die Holzleimbauindustrie sowie der klassische Holzgroßhandel. Als Holzarten werden hauptsächlich Nadelhölzer wie Fichte, Kiefer und Douglasie verarbeitet. Am bedeutendsten ist jedoch die Fichte. Das klassische Sortiment umfasst vor allem Kantholz und Bretter in sämtlichen Standarddimensionen bzw. nach Kundenwunsch. Doch auch die Nebenprodukte der Holzverarbeitung sind interessant: Die anfallenden Hackschnitzel werden der Papier- und Zelluloseindustrie sowie der Faserplattenindustrie zugeführt. Das Sägemehl wird zum Beispiel zu Tierstreu verarbeitet oder in gepresster Form als Holzpeletts zum Heizen eingesetzt. Die Zellulosefaser des Sägemehls wird beispielsweise auch als Füllstoff in der Pharmaindustrie oder der Nahrungsmittelindustrie verwendet.

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Die Holzverarbeitung im Sägewerk Hirschbach

Sägewerke (auch Sägemühle, Sägerei oder Schneidmühle genannt) sind Betriebe, die das von der Forstwirtschaft gelieferte Rundholz zu Schnitthölzern, wie Brettern oder Kanthölzern, verarbeiten. Vom ganzen Stamm bis hin zum fertigen Schnittholz ist es ein weiter Weg, auf dem viele einzelne Schritte der Holzverarbeitung durchlaufen werden.

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Alles beginnt auf dem Rundholzplatz

Täglich liefern bis zu 20 Langholzlastzüge Baumstämme an. Das sogenannte Rundholz wird als Kurzholz oder Langholz angeliefert. Die Baumstämme der Holzlieferanten werden auf dem Rundholzplatz auf einem Querförderer transportiert. Dort wird der Wurzelauslauf mit einem Wurzelreduzierer rundgefräst. Die Stämme werden im Anschluss digital komplett vermessen und optimiert. Das heißt optimal in Längenabschnitte aufgeteilt. Danach wird der Stamm in einer Entrindungsanlage komplett von der Baumrinde, auch Borke genannt, befreit und je nach Länge und Durchmesser in verschiedene Rundholzboxen einsortiert.

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In der Profilzerspaneranlage wird das Holz zugeschnitten

Ein Radlader mit Riesengreifer nimmt die Baumstämme aus der Rundholzbox und legt sie auf die Profilzerspaneranlage. Um möglichst keinen Verschnitt zu produzieren, wird ein Schnittplan erstellt, welcher genau angibt, wie der Baumstamm zerspant werden soll. Die Profilzerspaneranlage arbeitet mit modernster Kreissägentechnologie, um die Stämme passgenau zuzuschneiden. Der Stamm läuft nun, gesteuert von nur einem Mitarbeiter, über vier vollautomatische Aggregate. Zunächst wird das Äußere des Stammes weggefräst, hieraus entstehen Hackschnitzel. Danach wird der Stamm aufgeschnitten, wobei von jeder Seite bis zu zwei Bretter abgesägt werden. Das übrig bleibende Kernholz wird anschließend an der Nachschnittsäge zum eigentlichen Hauptprodukt aufgetrennt bzw. aufgesägt. Während des ganzen Sägeprozesses wird auch Sägemehl produziert.

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Eine Sortieranlage mit 3 Ebenen

In der Sortieranlage, auch Schnittholzsortierung genannt, werden die Bretter (die Seitenware) und die Hauptprodukte in drei Schritten sortiert:

Im ersten Schritt wird die erste Seite des Brettes visuell beurteilt und dann gewendet. Im zweiten Schritt wird die andere Seite des Bretts ebenfalls visuell beurteilt und danach mit moderner Lasertechnologie komplett vermessen. Dabei werden Stärke, Länge und Breite erfasst. Anschließend wird das Brett der Größe nach einer der 50 Sortierboxen zugeteilt. Im dritten und letzten Schritt wird die Sortierbox geleert und das Holz zu einem sogenannten Schnittholzpaket gestapelt. Die Schnittholzpakete werden entweder von Lkw abtransportiert, eingelagert oder zur Weiterbehandlung in die Trockenkammer gebracht.

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Der finale Schritt: Die Holztrocknung

Für die Holztrocknung in der Trockenkammer wird das Holz auf besonders starke Latten aufgestapelt. Die Bretter werden im Sägewerk Hirschbach standardmäßig auf eine Holzfeuchte von 18 - 20 % heruntergetrocknet. Dank modernster Technik können bei der Trocknung der Holzwaren auch ganz individuelle Kundenwünsche erfüllt werden. Zusätzlich hat sich das Sägewerk Hirschbach auf die Hitzebehandlung nach IPPC Standard spezialisiert. Um diesem Standard zu entsprechen, muss das Holz im Kernbereich mindestens 30 Minuten lang eine Temperatur von wenigstens 56 °C aufweisen. Hierdurch werden eventuell vorhandene Schädlinge, wie z. B. die Holzwespe oder die Larven des Fichtenholzbockes, abgetötet und das Holz für den Verwendungszweck optimal vorbereitet.

Unsere alternative Produktionslinie: Die Gatterlinie

Für besonders starke Durchmesser bis 70 cm und lange Rundholzstämme mit bis zu 15 Metern Länge bietet das Sägewerk Hirschbach eine ganz besondere Produktionslinie an - die Gatterlinie. Hierbei durchläuft das Holz im Rundlauf die Anlage. Die Bretter werden auf einer Besäumanlage besäumt und in der angrenzenden Sortieranlage manuell sortiert.

Die Geschichte des Sägewerks Hirschbach

Das Sägewerk der Familie Hirschbach blickt auf eine lange Familiengeschichte zurück. Der Grundstein für diese Familientradition in der Holzwirtschaft wurde gelegt, als Karl Hirschbach 1908 der Familie Ostertag eine Holz- und Getreidemühle abkaufte. Nach seinem Tod im Jahr 1929 führten seine Frau Pauline und die gemeinsamen Söhne die Geschäfte weiter, auch während des Zweiten Weltkrieges. 1943 wurden die Getreidemühle und das Sägewerk unter den beiden Brüdern Herrmann Hirschbach und Karl Hirschbach II aufgeteilt. Bernd Hirschbach, der Sohn von Karl Hirschbach II, übernahm ab 1963 schrittweise das Sägewerk. 1979 stirbt Karl Hirschbach II. In den folgenden Jahren wird das Sägewerk um viele neue Anlagen und Geräte erweitert. Im Jahr 2010 tritt die Tochter von Bernd Hirschbach, Claudia Hirschbach, in die Geschäftsleitung ein. Im Juli 2014 übernimmt sie schließlich die Leitung in der mittlerweile 4. Generation der Familie. Seit der Gründung des Sägewerks Hirschbach hat sich einiges getan: Ein stetiges Wachstum und wichtige Modernisierungen garantieren heute die besondere Qualität der Holzprodukte und verhelfen zu vielen guten Geschäftsbeziehungen auf nationaler und internationaler Ebene.

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